
So, nun also die Wende von der Wende. Nachdem ich vor nicht mal einem Jahr von Darktable reumütig zu Lightroom zurückgekehrt war, folgt nun die Kehrtwende. Der Grund? Ich habe mich bei Adobe Lightroom aus eigener Dummheit in eine unmögliche Situation manövriert. Und da musste/wollte ich jetzt wieder raus.
Da ich keine Lust hatte, die Unverschämtheit von Adobe zu belohnen und eine im Endeffekt vierfache Preiserhöhung für das Bundle PS/LR/Cloudspeicher zu belohnen, hatte ich mich nach Alternativen umgesehen und war auf Lizenzpate gestoßen. Das Angebot war gut – zu gut. Erst zu spät habe ich bemerkt, was die Truppe aus Münster da für eine Masche fährt. Das wäre eine lange Geschichte.…
Jedenfalls hat Adobe nach einiger Zeit die »Lizenz« kassiert, und ich konnte weder Lightroom noch Photoshop noch die Cloud nutzen. Gejuckt hat mich dabei lediglich der Verlust von Lightroom, da es als mein fotografischer Daily Driver unverzichtbar ist war. Dachte ich zumindest.
Zwar hat Lizenzpate das Problem nach beharrlichem Genörgel und der Drohung mit rechtlichen Schritten meinerseits das Problem behoben und mir mein Geld zurückgezahlt. Aber ich mochte nichts mehr mit diesen dubiosen Gestalten zu tun haben. Das schloss Adobe mit ein, denn nach meiner Meinung ist der Konzern mit seiner Preispolitik »Halbe Leistung bei Verdoppelung des Abopreises« mitverantwortlich, dass zig User in die Arme von mehr oder wenigen seriösen Lizenzhändlern getrieben werden. Ohne mich.
Aus Schaden wird man klug
Also habe ich alles von Adobe gekillt, Darktable wieder installiert – bzw. genutzt, denn installiert war es eh schon länger wieder. Es dauerte nur ein paar Tage, und ich hatte meinen früheren Flow wieder gefunden. Wer hier länger mitliest, weiß ja, dass es nicht mein erster Wechsel von Lightroom zu Darktable war.
Hier nur am Rande sei erwähnt, dass ich in keiner Weise damit einverstanden bin und war, wie sich KI in die Bildbearbeitung frisst bzw. diese pervertiert. Brauche ich nicht, will ich nicht. Bislang ist Darktable frei von KI. Ob das so bleibt, muss man sehen. Der Druck ist da, zweifellos.
Inzwischen ist Darktable bei Versionsnummer 5.2.1 angelangt und macht als RAW-Entwickler so ziemlich alles richtig nach meiner Meinung. Als Verwaltungstool setzte ich wieder voll und ganz auf XNViewMP, das einen hervorragenden Job macht. Adobe Bridge war ohnehin nie so meins.[1]Bridge könnte man übrigens kostenlos haben, muss dann aber mit der Installation von haufenweise anderer Adobe-Spionagesoftware leben. Kann ich nicht empfehlen…
Für das bisschen Photoshop, das ich gelegentlich eingesetzt habe (Memes und Montagen für WordPress, Vorher-Nachher-Bilder, Text-Bild-Kombos …), reicht mir Krita allemal. Sonst wäre da ja auch noch das zuverlässige GIMP.
Inzwischen kann ich sagen, dass mir nichts fehlt. Damit das gehen konnte, habe ich ein bisschen an Darktable gefeilt, an meine Bedürfnisse angepasst und hoffe auf ein paar noch notwendige Verbesserungen mit kommenden Versionen. Dazu schreibe ich die Tage noch mal was.
Jedenfalls gibt festzuhalten: Aus Schaden wird man klug. Und die Darktable-Macher dürfen sich eigentlich bei Adobe bedanken.
Anmerkungen
| ↑1 | Bridge könnte man übrigens kostenlos haben, muss dann aber mit der Installation von haufenweise anderer Adobe-Spionagesoftware leben. Kann ich nicht empfehlen… |
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